Auch in Frankreich gibt es viele Hundefreunde und Menschen,
die verantwortlich und liebevoll mit ihren Tieren umgehen.
Leider gibt es aber mehr Hunde als Hundefreunde und viele dieser armen Geschöpfe werden häufig bedenkenlos „entsorgt“. Die wenigsten Hunde sind kastriert, gechipt oder tätowiert. Unkontrollierte Vermehrung ist an der Tagesordnung, auch in fast jedem Gartenmarkt kann man Welpen kaufen, wenn sie zu alt werden, sogar als Sonderangebot.
Frei herumlaufende Hunde werden von der Polizei eingesammelt und in Auffangstationen, den sog. fourrières untergebracht. Dort verbringen sie 8-11 Arbeitstage in engen kleinen Käfigen, häufig ohne Schutzhütten und Decken. Wenn der Eigentümer sich innerhalb dieser Frist nicht meldet oder den Hund nicht mehr will, wird er getötet, egal ob jung oder alt, gesund oder krank, freundlich oder aggressiv. So will es das Gesetz.
Auch in Südfrankreich gibt es Tierschutzvereine, die durchaus gute Arbeit leisten und viele Hunde vor Ort in gute Hände vermitteln, doch leider reicht die Hilfe nicht für alle Tiere.
Und genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir wollen Hunde nach Deutschland vermitteln, an ausgesuchte Tierheime und Tierschutzvereine, aber auch privat.
„Unsere“ Hunde sind in diesen Tierheimen auch keine Konkurrenz zu den vorhandenen,
häufig schwer vermittelbaren Hunden. Im Gegenteil: die Tatsache, dass die Interessenten häufig neue freundliche Hunde kennen lernen können, führt dazu, dass sie öfter
ins Tierheim kommen und dadurch auch mal ein bisher schwer vermittelbarer
„eigener“ Hund ganz unverhofft eine neue Familie findet.
Für uns gibt es hierbei nur ein einziges Auswahlkriterium: es muß sich um einen freundlichen, nicht aggressiven Hund handeln. Uns interessiert nicht, ob er 8 Wochen oder
8 Jahre alt ist, wir haben bereits in der Vergangenheit viele alte
freundliche Hunde an ältere Menschen vermittelt. Uns ist der Pudel genauso wichtig wie der Rottweiler, der Mischling genauso lieb wie der reinrassige Hund. Gleich welche Rasse, Hauptsache ist sein freundliches Wesen.
Wir übernehmen diese Nothunde von den fourrières oder, im Ausnahmefall, von privat.
Sie werden geimpft und gechipt und - spätestens in Deutschland - kastriert. Wir organisieren Transporte mit mehreren Hunden, aber auch einzelne Mitfahrgelegenheiten, sobald die Unterbringung in Deutschland gesichert ist (bis zum Transport bleiben sie hier in privaten Pensionen oder Gastfamilien). Von den deutschen Tierheimen erhalten wir eine Kopie jedes Adoptionsvertrages und nehmen mit jedem neuen Hundebesitzer Kontakt auf.
Alle anfallenden Kosten wie Kraftstoff für die unzähligen Fahrten,
Telefon, etc. tragen wir selbst.